Die Vertreibung aus dem Paradies

25 03 2011

Leider hat mich gestern Nacht die Küstenwache/Militär von meinem Campingplatz vertrieben und mir klar gemacht, dass ich die Insel verlassen soll, wenn ich nicht 135€ für illegales Campen bezahlen will.

Jetzt habe ich mir den Nationalpark Evros Delta angesehen und muss zugeben, dass ich mir mehr erwartet habe, als ein paar Strassen, die Lieblos durch die Landschaft schneiden ohne wirkliche Höhepunkte zu bieten. Und zu allem Überdruss musste ich mir den Park auch noch mit Urlaubern unseres Lieblingsnachbarlandes teilen, die weder auf Fahrverbote, noch auf Ruhezonen für die Vögel Rücksicht genommen haben. Alles was auch nur irgendwie interessant war wurde mit Fernlicht und Hupe bedacht, da fliehende Vögel in der Ferne ja so toll sind.

Da auch der Campingplatz im Park geschlossen hat habe ich mich in Kesan in der Türkei einquartiert. Der Grenzübertritt war bis auf meine grüne Karte, die ich in einer unübertrefflichen Genialität mitgewaschen habe, problemlos. 15€ Visum +18€ Versicherung für drei Monate, weniger ging leider nicht.

Bilder muss ich leider wieder vorerst schuldig bleiben.



Samothraki erwandern

24 03 2011

Die Nacht war eigentlich in Ordnung, der Wechsel des Zeltplatzes hat sich bezahlt gemacht.

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Trotz relativ geringer Lufttemperatur brennt die Sonne bereits erbarmungslos, ich bin bereits gegen 8:00 losgewandert, musste aber um 14:00 bereits wieder umkehren, da es mir zu heftig wurde.

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Den Rest des Tages verbrachte ich wieder in heißem Wasser liegend.

Mir wurde zwar angeraten einen Schluck zur Stärkung des Immunsystem zu nehmen, beim diesem Anblick und beißendem Schaufelgeruch verzichtete ich aber.

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Samothraki erfahren

23 03 2011

Die Nacht war lang, kalt und windig. Ein perfekter Start für einen Tag.

Da sich Landschaft am besten mit dem Motorrad erkunden lässt legte ich die Hinterachssperre ein und machte mich auf den Weg.

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Leider sind fast alle Sehenswürdigkeiten mangels Tourist geschlossen. Darum werde ich Morgen ein wenig wandern gehen und ausgiebig Sonne tanken.



Die Insel

22 03 2011

Endlich wieder ein Schiff, zwar keine stolze und neue Minoan Lines Fähre wie in früheren Grichenlandurlauben, sondern ein in die Jahre gekommener Pott, aber was solls. – Schiff bleibt Schiff.

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Samothraki, eine vom Massentourismus verschont gebliebene kleine Insel, die vor allem durch ihre Natur und die schroffe, vom Wasser gezeichnete Landschaft beeindruckt.

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Aber alles der Reihe nach, zuerst ein ausgiebiges Bad in den heißen Schwefelquellen für den Rest des Tages, für die Landschaft ist morgen noch genug Zeit. Alleine, 40°C- Entspannung pur.

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Leider ist es noch relativ frisch, so dass die Nacht im Zelt wahrscheinlich ungut werden wird.



gestrandet in Alexandroupoli

21 03 2011

Leider habe ich auf eine Information aus dem Internet vertraut und wurde wieder schwer enttäuscht.

„…“

„Der Fahrplan auf unserer englischen Seite ist der Sommerfahrplan, das Schiff hat leider schon abgelegt“

„…“

„Das Problem kennen wir, ich bin aber nicht für den Plan verantwortlich.

„…“

„Es tut mir aber sehr leid.“

„…“

„Ich werde die Änderung der Seite vorschlagen.“

„…“

Danke Herr, dass du mich Demut gelehrt hast und mir bewiesen hast, dass du das Internet nur für eines geschaffen hast.

So hatte ich wenigstens Zeit mir die Stadt anzusehen, ausgezeichnet zu essen und ein wenig am Strand spazieren zu gehen.

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Xanthi / Xanadu

20 03 2011

In Athen habe ich den Tipp bekommen mein Wochenende in Xanthi zu verbringen. Da ich jederzeit wieder nach Griechenland zurückkehren kann und ich unbedingt das Evros Delta sehen möchte, habe ich mich entschlossen relativ schnell durch Griechenland zu fahren.

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Xanadu in Xanthi ist eine Privat organisierte und finanzierte Einrichtung, um gemeinsamen Aktivitäten Raum zu geben.

Hlias brachte mich auf seiner Couch unter und zeigte mir zusammen mit Basiliki die Gruppe um Xanadu und die Gegend.

Den ersten Abend wurde ich auf eine Geburtstagsfeier mitgenommen, welche in einem okkupierten Raum auf dem Uni Gelände stieg. Die Polizei darf das Gelände nicht betreten und hat keine Möglichkeit solche Feste zu unterbinden.

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Die meisten der Leute trafen wir am darauf folgenden Tag am Markt wieder, wo diese gemeinsam musizierten.

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Bis jetzt waren mir nur grüne und dunkle Oliven bekannt, es scheint aber alle erdenklichen Abstufungen dazwischen zu geben…

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Als kleiner Tipp am Rande:

Aus Flaschen ohne Beschriftung sollte man tunlichst vorsichtig trinken. Je nach Land und Laune schwankt der Alkoholgehalt zwischen 10-70%. In Albanien ist es Raki, in Griechenland Zipero, welcher schwarz gebrannt und zu jedem Anlass gereicht wird.

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Am Abend grillten wir gemeinsam im Wald.

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Da Basiliki ihre Geldbörse in der Nacht irgendwo im Wald verloren hatte fuhren wir diese am nächsten Tag standesgemäß zu Dritt suchen.

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Einer der schönsten Täler in Griechenland schuf der Fluss Nestos. Leider hatten wir den Großteil des Tages verschlafen und konnten nur wenig wandern.

Der Weg und der Ausblick waren trotzdem beeindruckend.

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Den Tag werden wir hoffentlich noch mit der ein oder anderen Dose Bier ausklingen lassen.



Steine, Steine und noch mehr Steine

15 03 2011

Als bekennender Fan alter Steine und Geschichte habe ich mir heute besonders viel Zeit für die griechischen Altertümer genommen.

Spass beiseite, jeden Dienstag in der Nebensaisons ist der Eintritt frei und ich habe mich ein wenig verlaufen.

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Morgen werde ich mir das Kriegs- und Schiffsmuseum ansehen. Eine ordentliche Tour steht dann am Donnerstag am Plan.

Der Verkehr in Athen ist sehr angenehm und vergleichsweise geordnet. Leider gibt es hier ein Parkplatzproblem, aber ein halber Platz findet sich immer.



Über Delphi nach Athen

13 03 2011

Über die gigantische Charilaos-Trikoupis-Brücke verließ ich Patras, um über Delphi nach Athen zu fahren. Da die Brücke nur an Festtagen spektakulär beleuchtet ist, hat sich der gestrige Besuch in der Dämmerung als Fehlschlag erwiesen.

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Delphi selbst hatte hingegen viel zu bieten, sowohl die Ausgrabung, als auch das Museum können im Winter ohne Eintritt besucht werden. Auch photographieren mit Stativ war weder in der Ausgrabung, noch im Museum ein Problem.

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zudem ist schon allein die Landschaft die Mühe wert.

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Panoramas werde ich erst nach der Reise zusammenstellen.



kein Pass, keine Chance

12 03 2011

In Patras war ich vor allem erschüttert, über den umgang mit den Flüchtlingen. An der Kreuzung vor mit stoppte ein LKW an der roten Ampel und Flüchtlinge öffneten die Ladebordwände, klauten Waren und versuchten sich im Laderaum zu verstecken, um im LKW an Bord eines der Schiffe nach Europa zu kommen. Die Polizei eilte in einem schwarzen Bus mit vergitterten Fenstern herbei und verdrosch sie.

Am Abend erwischte ich den Bus von meinem Fenster aus nahe am Hafengelände. Direkte Photos waren unmöglich.

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Das Hafengelände ist mit mehreren Reihen Stacheldraht gesichert, trotzdem versuchen manche über diese Rollen zu klettern, bleiben hängen, verletzten sich und geben auf oder werden von Mitarbeitern des Hafens aus dem Gewirr der Drähte herausgezogen.

Bilder konnte ich nur vom Hafen machen, da ich besorgt um meine Kamera war.

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Plüsch gegen böse Geister

11 03 2011

Die Stadt Sarande selbst bietet ausser Baustellen und einem kleinen, steinigen Strand nichts, was einen zum verweilen einläd. Dementsprechend habe ich einen Waschtag eingelegt und prompt einen Socken verloren.

In Sarande sind mir zum ersten mal die vielen auf den Häusern auf geknüpften Plüschtiere aufgefallen, die laut Internet vor bösen Geistern beschützen sollen.

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Nach der Reperatur meines Spiegels hoffte ich von weiteren Problemen verschont zu werden – erfolglos. Zwei Sicherungen auf einmal haben ausgelöst. Meine Ersatzteile sind gut im Beiwagen verstaut und da ich zu faul war nach diesen zu suchen habe ich Sie durch ein Stück Draht ersetzt. Sollte zumindest bis zum nächsten Abend reichen, wenn ich wieder Zeit und Laune habe nach Ersatz zu suchen.

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